Unsere Tour durch Nordspanien / Galicien: Tolle Wasserfälle und schöne Städte

Unsere Tour durch den grandiosen Norden der Iberischen Halbinsel setzt sich fort: In Galicien geht es nach Westen!

Nachdem wir den Kathedralenstrand besucht haben, ging unsere Route weiter die galicische Küste entlang mit ihren viele Leuchttürmen, Klippen und Felsenzungen.

Nordspanien
Jakobsweg km 0,000

Dazu war dann der Besuch der „Fragas do Eume“ weg von der Küste zwischen Ferrol und A Coruna eine willkommene landschaftliche Abwechslung!

Parque Natural Fragas do Eume

… ist ein Landschaftsschutzgebiet in Galicien am Fluss Eume. Es gibt verschiedene Wandermöglichkeiten, die Natur wächst üppig grün, der Fluss rauscht, es wurden 2 Hängebrücken gebaut und es gibt ein paar Kaskaden zu sehen. Außerdem befinden sich im Park 2 ehemalige Klöster. Das Mosteiro de Caaveiro (Link zu Wiki) wurde restauriert und beherbergt ein Restaurant. Ihr könnt durch die noch vorhandenen Räume gehen und man kann sich richtig gut vorstellen, wie die Mönche als Einsiedler hier gelebt haben.

Galicien Kasteninblau

Fragas do Eume liegt östlich der Stadt Pontedeume (dt. = Brücke über den Eume) und die Anfahrt ist ausgeschildert. Mit dem Auto könnt Ihr bis zu diesem Parkplatz fahren: GPS: Lat 43.42533 Lon -8.12036 (Wasserhahn, Picknicktische, ÜN möglich; Kartenlink) . Dort ist dann Schluss weil die Straße gesperrt bzw. nur mit Erlaubnis befahrbar ist, z.b. für Angler und Förster.

Während der Fahrt habt Ihr schon das Besucherzentrum passiert, zu dem Ihr von hier zurück laufen könnt, denn direkt davor gibt es nur minimalen Parkraum. Gegenüber führt die Straße aber noch nach unten an einen weiteren Parkplatz mit Wiese und Picknickbänken, hier stehen immer auch einige Wohnmobile zur Übernachtung.

Galicien Kasteninblau
Ausblick vom Kloster

Im Besucherzentrum gibt es ein Cafè, Toiletten und die Möglichkeit den kostenfreien Busshuttle zu reservieren. Dieser bringt Euch von hier die 7 km bis fast zum Kloster Caaveiro. Von der Haltestelle müsste Ihr noch etwas den Berg hoch laufen um dorthin zu gelangen.

Ihr könnt den Bus hin und zurück reservieren oder nur eine Strecke (so haben wir es gemacht). WICHTIG: Die Reservierung ist obligatorisch! Ihr könnt natürlich auch die gesamte Strecke erwandern, auf beiden Seiten des Flusses verlaufen Wanderwege. Informationen dazu bekommt Ihr im Besucherzentrum.


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Nun war es wieder Zeit für ein bisschen kulturelles Sightseeing, also ab nach

A Coruna

Wo könnt Ihr parken?

  • Am Aquarium GPS: Lat 43.38281 Lon -8.41105 (Kartenlink)
    • Hinter dem Gebäude stehen immer ein paar Wohnmobile zur Übernachtung.
  • Beim Herkulesturm GPS: Lat 43.38356 Lon -8.40226 (Kartenlink)
  • wenn Ihr nicht so zentral (und inoffiziell) übernachten möchtet, gibt es nicht weit von A Coruna einen offiziellen, kostenfreien Stellplatz. Keile erforderlich! GPS: Lat 43.37163 Lon -8.44453 (Kartenlink)
Herkulesturm in Galicien
Der Herkulesturm von A Coruna

Was müsst Ihr Euch anschauen?

  • Herkulesturm: Das Wahrzeichen der Stadt ist der älteste Leuchtturm weltweit, der noch in Betrieb ist. Es gab ihn wohl schon zu Römerzeiten wobei er damals natürlich ganz anders aussah. Der Leuchtturm gehört zum UNESCO – Welterbe. Das Informationszentrum auf dem Parkplatz hat auch Broschüren in deutscher Sprache zu Turm und Altstadt und ist sehr informativ gestaltet. Hier könnt Ihr Eintrittskarten für den Herkulesturm kaufen: 5€, montags kostenfrei.
  • Die Altstadt mit netten Fußgängerzonen und dem wunderschönen Rathaus mit sehr hübschen Türmen.
  • Die Glasbalkone, die sich über die gesamten Häuserfronten am Hafen erstrecken, was A Coruna den Beinamen ˋGläserne Stadtˋ einbrachte
  • Die längste Promenade Europas mit 16 km!
  • Die Festung San Anton hat am Samstag freien Eintritt
  • Insidertipp fürˋs WC: Im Park Xardins de San Carlos. GPS: Lat 43.36908 Lon -8.39074
Das Rathaus von A Coruna

Noch mehr Fotos von der Stadt A Coruna findet Ihr auf unserer Facebook-Seite.

Der Küstenlinie nahezu folgend wollen wir auch das vermeintliche Ende der Welt besuchen, Finisterre. Ist aber gar nicht wirklich der westlichste Punkt von Spanien, der ist nämlich nördlich davon am Kap Tourinan.

Galicien Kap Tourinan

Muss man nach Fisterra / Finisterre?

Nein, müsst Ihr nicht – nach unserer Meinung. Viel Lärm um nichts. Das Cabo Fisterra (spanisch Finisterre) ist für die Pilger die Verlängerung des Weges nachdem sie Santiago de Compostela erreicht haben. So ist hier einiges los im negativen Sinne. Denn die Menschen verbrennen hier ihre Kleidung und hinterlassen weitere Spuren in Form von Aufklebern, abgelegten Schuhen etc. Das interessanteste für mich war, dass der Vorplatz vom Leuchtturm nach dem Wissenschaftler Stephen Hawkins benannt wurde.

Galicien Finisterre

Auf dem Weg von Fisterra die Küste nach Süden folgend, gibt es noch ein unbekanntes kleines Highlight: Cascada do Ezaro. GPS: Lat 42.91231 Lon -9.12431; Kartenlink

Das ist ein 155 m hoher Wasserfall an einem Wasserkraftwerk, nicht weit vom Meer. Ein kurzer Abstecher von der Küstenstraße führt zu einem Parkplatz mit Hafen. Von dort sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Wasserfall, wo an den Sommerwochenenden abends eine Lichtshow stattfindet. Den Abstecher ist es auf jeden Fall wert!

Wasserfall in Galicien

Santiago de Compostela

(auf deutsch: Heiliger Jakob vom Sternenfeld)

Parken und ruhig übernachten: an einer ungenutzten (?) Mehrzweckhalle in der Cidade Cultura. GPS Lat 42.87536 Lon -8.53081 (Kartenlink); von hier sind es knapp 2 km erst über einen Feldweg, dann durch einen Tunnel unter der Stadtautobahn und von hier hinauf zur Altstadt und Kathedrale.

soooooo viele Menschen!

Logisch haben wir es geschafft, die Stadt an einem Sonntag zu besuchen, 3 Tage vor dem 25. Juli, dem Jakobstag. Also dem Tag aller Tage. Dementsprechend voll war die Stadt und als wir am Morgen die nicht enden wollende Schlange vor der Kathedrale zur Mittagsmesse sahen, haben wir uns erst einmal die Altstadt angeschaut. So haben wir zwar den fliegenden Botafumeiro (das riesige Weihrauchfass) verpasst aber die Anstehzeit besser genutzt.

  • Nämlich um uns die Kathedrale ausführlich von außen anzusehen. Es gibt soooo viele Details zu entdecken!
  • Den ankommenden Pilger beim Feiern und Singen auf dem großen Platz vor der Kathedrale zuzusehen.
  • Durch die hübsche Altstadt zu laufen.
  • In den Park Alameda zu gehen und von dort den grandiosen Ausblick auf die Altstadt zu genießen! GPS: Lat 42.87787 Lon -8.54784. UNBEDINGT machen!

Besuch der Kathedrale

Als es gegen 15 Uhr in der Stadt ruhiger wurde, weil viele Tagesgäste nur am Vormittag hier sind bzw. jetzt Mittagsruhe machten, haben wir ganz ohne Anstehen die berühmte Kathedrale besucht (Am Eingang Taschenkontrolle!).

Sehesnwert im Inneren ist natürlich das Weihrauchfass und das Grab des Santiago (zu dt. Heiliger Jakob, portugiesisch Santo Tirso). Zur Statue desselbigen im Altar sind wir nicht vorgedrungen, weil es wieder eine lange Schlange gab um den heiligen Jakob anzufassen, zu küssen oder von hinten zu umarmen. Wir fanden die Krypta mit den Überresten des Santiago, an der man nur kurz anstehen muss, eigentlich spannender als so eine Altarfigur.

Ein weiteres interessantes Detail ist die Darstellung von Jakob als Maurentöter, bei der seit einigen Jahren die abgetrennten Maurenköpfe mit Pflanzen verdeckt werden.

Kathedrale Santiago de Compostela

Tipp: Der Eintritt in die Kathedrale ist frei. Solltet Ihr aber nur wenig Zeit haben und die Schlange vorm Eingang endlos lang sein, besucht das Museum ohne Wartezeit. Der Eintritt kostet 6€ und Ihr könnt von dort in das Innere der Kathedrale gelangen.


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Wann fliegt der Botafumeiro?

Das riesige Weihrauchfass wird neuerdings an jedem Freitag bei der Abendmesse um 19:30 Uhr geschwungen. Darüber hinaus auch an bestimmten Feiertagen (Link).

Wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, ist es ein heiliges Jahr. Das wird 2021 wieder passieren. Dann schwingt der Butafumeiro wohl bei jeder Messe.

Kathedrale Santiago de Compostela

Es gibt aber auch noch Ausnahmen, nämlich dann wenn jemand 300€ zahlt um das Weihrauchfass schwingen zu sehen.

Tipp: Wenn Ihr vor Ort seid, schaut einfach mal, ob der Botafumeiro in der Kathedrale hängt. Dann habt Ihr gute Chancen, dass er auch zur Pilgermesse geschwungen wird.

Pontevedra

Zwischen Santiago de Compostela und Pontevedra liegt übrigens Padron. Hier ist das Hauptanbaugebiet der aromatischen, kleinen grünen Paprikas! Klickt hier für das Rezept für die Pimientos de Padron.

Bratpaprika aus Spanien Pimientos de Padron

Am Vorabend des 25. Juli haben wir uns noch das hübsche Städtchen Pontevedra angeschaut. Der Wohnmobilstellplatz (GPS Lat 42.43320 Lon -8.63515; Kartenlink) liegt zentral und ist im Sommer immer sehr gut besucht. Wobei am Abend wieder Plätze frei waren!

Durch den Feiertag waren viele Spanier unterwegs und verliehen der schönen Stadt mit den viele Palmen ein tolles Flair. Aufgefallen sind mir die vielen „Zero Waste Läden“, also Geschäfte, wo Lebensmittel lose ohne Verpackung verkauft werden. Hier wurde überall Roggenmehl angeboten, was in Spanien eher selten zu finden ist!
Kirchenruine in Pontevedra
Einen weiteren offiziellen Stellplatz mit VE findet Ihr südlich der Stadt: GPS Lat 42.42291 Lon -8.65615 (Kartenlink). Diesen haben wir aber nicht besucht.
Mehr Fotos von Pontevedra findet Ihr auf unsere Facebook-Seite (Link) .

Dieser Bericht ist Teil der Serie: „Unsere Tour durch Nordspanien“. Schaut Euch unbedingt auch

Teil 1 „Der blaue Kasten goes Nordspanien“

Teil 2 „Leon, Astroga, Las Medulas und Lluarca“

und Teil 3 „Der Kathedralenstrand“ an.


Als Sahnehäubchen gibt es hier viele Rezepte aus der leckeren Küche Spaniens! 😀

2 Gedanken zu „Unsere Tour durch Nordspanien / Galicien: Tolle Wasserfälle und schöne Städte“

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