Schon wieder Oase… schon wieder ein Ksar… immer noch Steinwüste… immer noch Palmen…! Genauso lieben wir das! Komm mit in den dunklen Ksar von Icht!

Schon wieder Oase… schon wieder ein Ksar… immer noch Steinwüste… immer noch Palmen…! Genauso lieben wir das! Komm mit in den dunklen Ksar von Icht!

Die N12 zieht sich durch unsere Lieblingsregion in Marokko! Hier unten im Süden hat es die angenehmsten Temperaturen. Die Landschaft wechselt von Steinwüste zu Sandwüste. Immer wieder kommen wir durch Oasen mit viele Palmen und Wasserläufen. Es ist so anders als in Europa und es gibt so viel zu entdecken! Es geht es für uns weiter von der grünen Oase Tighmert zum Saharaort Assa.

Am Beginn der Fahrt Richtung Südosten werden wir von einem Sandsturm begleitet, der sich zum Glück größtenteils neben uns abspielt. Bis zum Gebirge wechseln die Flächen neben der N12 zwischen sandgelb und saftig grün. Es ist immer wieder erstaunlich, was hier unten in der Wüste wächst.


Wir queren einen Gebirgszug mit 2 netten Serpentinen und zack! ändert sich die Landschaft. Alles ist in braun gehalten und der Boden von Geröllsteinen übersät. Dazwischen erheben sich Bergrücken. Manchmal schaut es aus als ob der Rücken einen Tieres aus dem Wasser guckt. Anhalten. Pause machen. Einatmen. Genießen.

Bald darauf passieren wir den Polizeiposten am Stadteingang. Hier wird sogar englisch gesprochen und sich über unsere paar Worte Marokkanisch gefreut. Um die Passdaten nicht von Hand notieren zu müssen, freuen sich die Jungs über ein Fiche (Blatt mit den Personendaten). Das wird dann noch genau studiert. Wie immer die Fragen: Woher? Wohin? Dann dürfen wir weiter.

GPS: Lat 28.61208 Lon -9.43220; Kartenlink
Wir parken sehr zentral in der Stadt und treffen uns hier mit unseren Freunden aus der Schweiz Beatrice und Chris. Die beiden besuchten Assa in den letzten Jahren immer wieder und kennen sich aus.

So nehmen sie uns gleich mit zum alten Ksar. Vom Parkplatz geht es hinter ins Flussbett, welches voller Palmengärten steht. Im Gegensatz zur Oase Tighmert sind hier die Grundstücke und Felder von hohen Lehmmauern umgeben. Manchmal sind die Türen offen, die Mauern niedrig oder es gibt ein Loch, durch das wir einen Blick auf die grünen Felder unter den hohen Palmen erhaschen können. Auf der anderen Seite des Flusses stehen wir am Fuße des Felsen, auf dem die Altstadt gebaut wurde.
GPS von einem Eingang zum Ksar: Lat 28.605439, Lon -9.428825 ; Kartenlink

… ist meist der ältestes Bereich eines Ortes. Ksour (= Mehrzahl) bestehen aus Lehmhäusern, die ineinander verschachtelt und mit dunklen, überdachten Gängen verbunden sind.
Dieser Bericht ist Teil unserer Serie Roadtrip Marokko. Schau Dir unbedingt unsere anderen Beiträge an, indem Du einfach auf den Titel klickst.
Teil 1: Einreise und Asilah
Teil 2: Autobahn in den Süden
Teil 3: Sidi Rˋbat
Teil 4: Der Souk von Massa
Teil 5: Von Sidi Wassay nach Mirleft
Teil 6: Von Leghzira nach Sidi Ifni
Teil 7: Sidi Ifni
Teil 8: 4 Wochen Oase Tighmert
Teil 9: Assa
Teil 10: Icht
Teil 11: R107, Tafraout und Ausreise
Bevor wir den Ksar von Assa erkunden, gibt es aber noch Felszeichnungen zu sehen. Aber nur wenn Du den Kopf in den Nacken legst und sehr gute Augen hast 😉 . Alternativ kannst Du einfach an der Seite auf den Felsen klettern und Dir die Gravuren aus der Nähe anschauen. Interssant ist es allemal. Wobei wir hier nicht sicher sind, was alt und neu ist.
GPS: Lat 28.605241, Lon -9.428222; Kartenlink

Rund um den Berg gibt es einige Eingänge in den Ksar. Eine Straße führt sogar bis zum oberen Eingang mit einem kleinen Parkplatz , sodass dieser bequem mit dem Auto zu erreichen ist. GPS: Lat 28.604242, Lon -9.431413 Wir schlüpfen hinein und wähnen uns zwischen den engen Gassen in einer anderen Welt.

Einige Gänge sind überdacht. Viele der Lehmhäuser sind verfallen. Der Ksar ist unbewohnt. Es gibt aber sowohl innen wie auch im äußeren Bereich je ein kleines Hotel. Und mindestens 2 Cafès.

Es macht Spaß alles zu entdecken. Links rum. Rechts rum. Sackgasse. Wieder zurück. Was ist das? Ah, eine Moschee! Diese wurde aber nur als Filmkulisse genutzt. Oben angekommen. Die wunderbare Aussicht genießen. Nach Westen auf die vielen Palmen, die Neustadt und die braunen Gebirgszüge.

Nach Osten auf Lehmhäuser, den Friedhof mit einigen Marabouts (Grabstätte eines Heiligen) und einen großen, ebenen, betonierten Platz. Dieser wird jährlich für das Moussem und die Fantasia genutzt. Dazu wurde noch ein Rennbahn für Kamelrennen gebaut.
Auf dem höchsten Punkt steht ein neues Gebäude aus Naturstein. Dies kann wohl für private Feste gemietet werden. Es ist immer jemand vor Ort, der Tee kocht. Wir nehmen auf den Teppichen am Boden Platz. Pause machen. Eindrücke verarbeiten. Mit uns ist auch Ali mit seinen beiden süßen Töchtern zu Gast.

Er spricht excellent Französisch und da wir ja mit Schweizer Verstärkung unterwegs sind, entsteht ein Gespräch über den Tourismus in Assa. Wir wünschen uns von ihm einen zentralen Wohnmobilstellplatz… Ali will den Tourisms fördern, indem er von allen sehenswerten Punkten in und um Assa 360 Grad Fotos anfertigen möchte. Dann gibt es diese auf einer interaktiven Internetseite mit GPS Angaben zu sehen. Wir sind gespannt.
Wir verlassen den Ksar auf der breiten Straße und gehen diese hinunter. Nehmen dann aber doch noch eine Abkürzung durch die Lehmmauern um zur schönen Zaouia (u.a. Koranschule) zu gelangen. Wir werfen einen Blick in den Innenhof. Dieser ist mit seinen Arkaden ebenso wundervoll wie das schöne Gebäude selbst. Nebenan befindet sich der Friedhof, den wir schon von oben gesehen haben.
GPS: Lat 28.603507,Lon -9.426555; Kartenlink

Die Neustadt von Assa dient uns vor allem zur Versorgung. Wir tauschen unsere Gasflasche von Tissir Gas. Auch die roten Gasflaschen von Afriqua sind hier problemlos verfügbar. (Link zu unserem Beitrag über Gasflaschen in Marokko.) Dann gehtˋs noch zum Shoppen.
Ein Cafè, dass im Außenbereich einen kleinen Garten hat, findest Du hier: Cafè Oumrijal GPS: Lat 28.611749, Lon -9.431048
Meine Empfehlung: Probier mal die Hawaii Brause. WIFI ist vorhanden.

Frisches Fladenbrot gibt es u.a. gleich um die Ecke vom Parkplatz. GPS: Lat 28.61196 Lon -9.43192 (Patisserie gegenüber). Aber Achtung! Der junge Bäcker verlangt vor der Brotausgabe erst das Aufsagen des Glaubensbekentnisses zum Islam. Unser Freund Chris hat sich das mal aufschreiben lassen:

Am Sonntag findet am östlichen Ortsausgang auch ein kleiner Souk statt. Da dieser tatsächlich nur aus 5 Ständen besteht, ist das Angebot in der Innenstadt besser.
In der Umgebung gibt es noch einige Gravuren zu entdecken. Diese heben wir uns aber für unseren nächsten Besuch auf. Wer weiß, vielleicht ist dann schon Aliˋs Karte fertig…


Wir bleiben 1 Woche in und um Assa. Machen Ausflüge in die Wüste und werden zum Tee eingeladen. Fotos davon gibtˋs hier bei Facebook.
Assa war der südlichste Punkt unseres 6. Marokko Roadtrips. Wir folgen der N12 weiter Richtung Nordost. Unser Ziel: der Oasenort Icht.


4 Wochen an einem Ort hört sich viel an? Aber ist es nicht so, wenn es schön ist, verfliegt die Zeit schneller, stimmtˋs? Traumhaft schön ist es an unserem Lieblingsort in Marokko. Über die Oase Tighmert schreibe ich heute nicht allzu viel, denn das haben wir alles schon in diesem, jetzt aktualisierten, Bericht zusammengefasst: Link. Ich erzähle Dir, was wir hier in den vergangenen 4 Wochen so erlebt haben.

Roadtrip Marokko Teil 8: 4 Wochen in der Oase Tighmert / Marokko weiterlesen
In diesem Bericht schwärme ich Dir von der schönen Stadt Sidi Ifni vor. Du erfährst, was Du Dir anschauen solltest, wo es gut sortierte Supermärkte gibt, wann Du am besten den Wochenmarkt besuchst und wo & wann es das leckerste Baguette Marokkos gibt. Außerdem nehme ich Dich mit zu unserem Lieblings – Sfenj – Bäcker und erzähle Dir noch so viel mehr!

Heute wollen wir nach Leghzira und uns das große, rotbraune Felsentor am Strand anschauen. Als wir im Sommer am Kathedralenstrand in Galicien / Nordspanien waren, mussten wir an diesen magischen Ort denken. Außerdem wollen wir wissen, wieviel von den Überresten des 2. Felsentores, welches vor ca. 2 Jahren einstürzte, noch zu sehen sind.

Roadtrip Marokko Teil 6: Über Leghzira nach Sidi Ifni weiterlesen