DIE PICOS DE EUROPA mit dem Wohnmobil: Potes, Mogrovejo & Fuente Dè

Nachdem wir die Nordseite der Picos de Europa in Ruhe erkundet haben, machen wir einen großen Sprung auf die Ostseite der Picos de Europa. Weiter gehtˋs.

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa

Vor dem Besuch der sehenswerten Kirche von Lebeña kommen wir an einem offiziellen, kostenfreien Stellplatz vorbei (dem einzigen in den Picos de Europa?) und nutzen die Ver- und Entsorgung. Wie einige andere Wohnmobile auch. Plant hierfür im Sommer also ein bisschen Wartezeit ein.

GPS: 43.31970° N, 4.59395° W, Kartenlink

Picos de Europa: Spiegelung von Felsen im Fluss
Zwischenstopp am Fluss

Die Oststrecke der Picos de Europa beschert uns ein wahres Bergfeeling! Denn die gute, zweispurige Straße führt an hochaufragenden Felswände vorbei. Links und rechts wird jede kleinste Gelegenheit zum parken genutzt, beginnen hier doch viele Wanderwege und Klettersteige. Für alle, die keine Zeit haben aber auf der Fahrt ein bisschen Picos-Erlebnis haben wollen, können wir diese Straße empfehlen.

Lebena

Die Kirche von Lebeña

in Stichpunkten:

  • sehenswert
  • Für Infos Link zu Wikipedia
  • viele Touristen
  • Parkplatz voll zu den Öffnungszeiten
  • Vormittags ankommende Busse
  • ÜN geduldet aber schief, viele Vans
  • GPS: 43.21505° N, 4.58981° W, Kartenlink

Unser nächster Ausgangspunkt für die Erkundung der Picos de Europa ist Potes. Vorher kommt noch eine günstige Tankstelle, eine von wenigen in der Umgebung: GPS: 43.16721° N, 4.60651° W, Kartenlink

Zwischen beiden Bildern liegen 5 Minuten

Potes

Ein geräumiger Parkplatz in Potes befindet sich hinter den beiden großen Supermärkten. GPS: 43.15509° N, 4.61891° W, Kartenlink.

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Potes

Hier ist die Übernachtung im Wohnmobil geduldet, solange das Wohnmobil nicht auf Keilen steht. Dies hat uns die Guarda Civil morgens um acht Uhr persönlich mitgeteilt und später auch kontrolliert, ob alle heruntergefahren sind. Es gibt allerdings nur wenige Flecken, an denen der Platz gerade ist.

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Potes

In Potes lohnt sich ein Besuch der wirklich schönen Altstadt. In den Sommermonaten ist der Ort, besonders am Abend, völlig überlaufen! Aber tagsüber ist es recht angenehm durch die Gassen zu schlendern. Ich möchte Euch besonders anˋs Herz legen, die Viertel abseits der Hauptstraße zu entdecken!

Der Weg unten am Fluss ist sehr schön. Auch das Barrio Slamea und das Barrio del Sol auf der anderen Seite verzaubern uns mit ihren pittoresken und gut gepflegten Häusern.
Selbst Sven meinte, dass er so schöne Ecken im Ort gar nicht vermutete. 

Hier noch mehr Bilder zu Potes auf unserer FB-Seite: LINK

Wanderung ab Mogrovejo: Bajo los Picos

Wir haben diese Wanderung spontan an einem Samstag im Juli eingeschoben. Denn es war auf einmal sonnig als wir am Morgen aus dem blauen Kasten schauten. Damit hatten wir nicht gerechnet. Okay, die Gipfelspitzen steckten in den Wolken aber die hatten wir ja schon ein bisschen gesehen. Also auf zur Wanderung!

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Heididorf Mogrovejo

Anreise & Parken

Die Anreise bis Mogrovejo war problemlos. Nur im Ort wird es eng. Denn der Parkplatz befindet sich hinter dem Ort. Ist dieser voll, wird auch gleich noch im Ort am Straßenrand geparkt, was die Durchfahrt noch enger gestaltet.

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Wir kamen etwa 11:30 an und fanden gerade so noch einen Parkplatz am Ortsausgang. Jetzt ist natürlich gerade Hauptanreisezeit, also unbedingt früher kommen. Oder aber so gegen 15 Uhr wenn es aufgrund der spanischen Mittagszeit wieder leerer wird.

GPS: 43.14780° N, 4.70852° W, Kartenlink

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Frei stehen und wandern

Wanderung Bajo de los Picos

Die Wanderung Bajo de los Picos ist ein Rundwanderung. Der Wanderweg ist durch weiß-gelbe Striche markiert, die teilweise etwas verblasst sind. Aber es wurden an den entscheidenen Stellen auch Holzschilder in Pfeilform mit dem Hinweis „Bajo los Picos“  oder auch „Mogrovejo“ aufgestellt. Du kannst der Wanderung also recht einfach folgen.

ABER: Die Wanderung ist im Uhrzeigersinn markiert. Sie beginnt und endet direkt am Parkplatz. So haben wir sie auch gemacht. Wir empfehlen dir aber die Wanderung entgegen dem Uhrzeigersinn zu wandern! Der Grund: Du hast so beim Aufstieg immer die schroffen Gipfel der Picos de Europa im Blick. Wir hatten die Berge im Rücken und mussten immer wieder stehen bleiben und uns umdrehen um den Anblick zu genießen. Zwar hast Du dann mehr Gegenverkehr aber die Wege auf dieser Wanderung sind meist breit genug.

Verlauf der Wanderung Baja de los Picos entgegen dem Uhrzeigersinn:

Gehe also oberhalb des Parkplatzes rechts den Trampelpfad entlang und folge nicht dem Pfeil geradeaus, der dich am Turm vorbeiführt. GPS: 43.14746° N, 4.70951° W

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Almfeeling
So beginnt der Wanderweg entgegen dem Uhrzeigsinn

Der Weg führt zuerst abfallend an vielen Mirabellen-Bäumen vorbei. Gehe durch das Dorf Redo und dann den Wanderweg weiter, der jetzt stets bergan führt. Dass du richtig bist siehst du gut am Weg bzw. wenn du an den Pfeilen vorbeigehst, die mit „Mogrovejo“ beschriftet sind.

Als nächstes geht es weiter hinauf durch das Dorf Tarrio und dann vorbei an einer Kapelle. Der Wanderweg geht nun stets bergan, ist breit und führt vorbei an Kühen, Bäumen und grünen Wiesen mit Blick auf die Picos de Europa. An einem Punkt bei einem Kuhgatter (GPS: 43.15644° N, 4.71732° W) zweigt sowohl links also auch rechts ein Weg ab. Halte dich links.

Ein paar schmale Flüsse kannst Du gut überqueren. Auch passierst Du auf diesem Teil der Strecke immer wieder Quellen mit kaltem Wasser.

Bald hast Du den Anstieg geschafft und befindest Dich mittlerweile in einem Laubwald. Die Picos de Europa hast Du nun im Rücken und es geht den Waldweg abwärts. Das steilste Stück kommt kurz vor Mogrovejo, wo es später auch betoniert ist.

kurz gefasst

  • Der Rundwanderweg wird mit 3 Stunden 10 Minuten markiert.
  • Wir haben etwa 2,5 h gebraucht.
  • Du musst dabei 350 Höhenmeter nach oben und wieder nach unten.
  • Die Gesamtlänge beträgt 9 km.
  • Das spektakulärste Stück ist nach unserer Meinung der langsame Aufstieg am Beginn wenn Du die Wanderung entgegen der Ausschilderung machst. Denn dann schaust Du direkt auf die Picos de Europa. Der Wald ist zwar schön schattig, was im Sommer angenehm ist aber du hast wenig Sicht auf die Berge.

Kloster Santo Toribio

An der Stichstraße nach Mogrovejo und Fuente Dé lohnt vorher noch ein Abstecher zum Kloster Santo Toribio. In der Kirche wird ein Stück Holz vom Kreuze Jesu ausgestellt. Ein Stück weiter endet die Straße an einer kleinen Kapelle mit Aussichtspunkt. GPS: 43.15071° N, 4.65295° W

Fuente Dè

Wir waren uns etwas unsicher, ob wir Fuente Dè besuchen sollten. Denn die Strecke ist von Potes wieder eine Stichstraße, also eine Sackgasse, die wieder zurück gefahren werden muss. Wir hatten die halbe Strecke landschaftlich schon auf dem Weg nach Morgovejo erlebt. Da macht sie eher ein lieblichen und unspektakulären Eindruck. In Fuente Dè soll es ˋnurˋ eine Seilbahn geben, die auf den Gipfel führt. Da die Gipfel aber nach wie vor von Wolken verdeckt sind, würde sich ein Fahrt oder auch Wanderung da hinauf nicht lohnen. Also warum nach Fuente Dè fahren? Wussten wir jetzt auch nicht aber wir haben es gemacht. Es hat sich voll gelohnt!

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Fuente De
Blick von der Seilbahnstation zum Talkessel

Sobald die Straße auf dem letzten Stück eine Kurve macht, befinden wir uns in einem richtigen Talkessel, eingeschlossen von hohen, schroffen Felswänden! Was für ein gigantisch schöner Anblick!

In Fuente Dé befindet sich tatsächlich nur die Seilbahn, ein paar Hotels und ein Campingplatz. Also kein eigentlicher Ort. Aber es hat viele Besucher. Der große Parkplatz wird gut organisiert und Wohnmobile eher an das Ende geschickt. Nun steht der blaue Kasten zwischen der Seilbahnstation und einer großen Wiese, an deren Ende die Felswände steil aufragen. Die Gipfel in den Wolken aber die Sonne scheint. Nach einem Rundgang beschließen wir den Rest des Tages hier zu verbringen. Übernachten auf dem Parkplatz ist allerdings verboten.

GPS: 43.14459° N, 4.81439° W Kartenlink

Wir packen also unsere Picknickdecke und reichlich zu Essen ein. Gehen auf die große Wiese und beobachten den Rest des Tages, wie die 2 Gondeln über uns hinwegziehen. Die Wanderer sich zu einer großen Wanderung den Berg hoch aufmachen. Oder die kleine Wanderung rund um die große Almwiese in Angriff nehmen. Garniert wird unser Bergerlebnis einmal mehr von den Kühen, die sich hier mitten hinein begeben.

Tagebucheintrag vom 24.7.21

Kirche Lebena – Mogrovejo – Potes In der Nacht kamen noch Leute an und morgens fahren früh wieder welche. Also, so einen richtig ruhigen Platz in den Picos hatten wir noch nicht… egal. Wir stellen erstaunt fest, dass die Sonne scheint. Mit unserem Tee setzen wir uns auf eine Bank auf einen Platz oberhalb, bekommen somit vom Parkplatz wenig mit und genießen den Ausblick auf die hohen Felsen. Ein Kleinbus kam schon an und die Leute besichtigen die Kirche. Wir überlegen heute hier oben zu bleiben, tagsüber dürfen wir hier stehen nur nachts nicht. Allerdings entdecken die Busgäste dann hier das WC und schon ist der Platz nicht mehr ruhig. Außerdem ist heute Samstag. Kommen noch mehr Kleinbusse? Pkws auf jeden Fall. Und wenn wir hier oben stehen, dann parken andere auch hier oben. Dann ist der Platz wohl nicht mehr ruhig. Und wenn die Sonne scheint, könnten wir doch auch eine Wanderung machen. Also zusammengepackt und über Potes nach Mogrovejo gefahren. Der Ort liegt 650m hoch, am Rand der Picos und es gibt einen Wanderweg der „Unter den Picos“ heißt. Wir erwischen noch einen Parkplatz. Sind ja heute spät und somit in bester spanischer Anreisezeit. Irgendein unbedeutender Heidifilm soll hier auch gedreht worden sein. Die Sonne scheint, die Gipfel allerdings sind von Wolken verdeckt. Wir wandern erstmal schön bergan durch recht schattigen Wald. Hüpfen über Flüsschen und begegnen anderen Wanderern. Wobei der Großteil auf dem Parkplatz wohl unten im Ort bleibt. Die Berge sind durch den Wald nicht so sichtbar, wohl aber auf dem Rückweg nur dann müssen wir uns immer umdrehen. Am Dorf kann ich noch ein paar Mirabellen sammeln. Nach 2,5h sind wir zurück, uns ist warm und der blaue Kasten auch. Der Parkplatz ist jetzt freier, wir parken nochmal um aber es ist alles megaschief. Schlafen können wir hier nicht. Mittag gabˋs schon vor der Wanderung, jetzt also Kaffee. und danach noch ein kleiner Dorfspaziergang, wo wir schnell durch sind. Wir fahren wieder zur Nationalstraße und parken für den Rest des Tages an einem schattigen Plätzchen am Fluss und leider auch an der Straße. Übernachten wollen wir in Potes, einem größeren Ort, der auch als Ausgangspunkt für diese Stichstraße gilt. Diese wollen wir morgen mal fahren, aber mal sehen wie die Sicht dann ist. Jetzt ist die Sonne auf jeden Fall schon einige Zeit weg, versteckt hinter Wolken.

Violette Diestel Blumen

Tagebucheintrag vom 25.7.21

Potes – Fuente Dè – Potes Gestern Abend noch nach Potes gefahren. Boah, was war die Innestadt am Abend voll! So viele Restaurants und Bars und alles besetzt und so viele Menschen auf der Straße. Oh mei. Noch einen Parkplatz gefunden und ab Mitternacht war es dann auch ruhig. Also gut geschlafen. Heute Morgen 9 Uhr wieder gefahren. Wieder die gleiche Strecke auf der Stichstraße nach Fuente Dè. Wir biegen aber nach links ab zum Kloster Toribio. ˋDas kleine Jerusalemˋ. Sie haben da wohl das größte Stück vom Heiligen Kreuz als Reliquie. Mir kommt der Gedanke, dass heute der 25.7. ist. Der Tag des Johannes. Also Santiago. Also Pilger und so. Und dann fällt der dieses Jahr auf einen Sonntag, es ist also ein heiliges Jahr. Aber hier ist doch kein Pilgerweg, richtig? Und das Kloster hat nichts mit Santiago zu tun? Hoffentlich. Um 10 macht da alles auf, noch ist alles leer, also alles gut. Wir lernen, dass hier der 16. April der Tag des Heiligen ist, also besteht keine Gefahr wegen Überfüllung. Um zehn wird aufgemacht, nur ein paar Leute sind hier, der Rest kommt wohl erst mittags. Kreuzgang und Kirche sehen wir uns an und von Weitem das Kreuz, welches das Holzstück verwahrt. Dann gehtˋs noch ein Stückerl hoch zum Aussichtspunkt mit Kapelle. Und danach gehtˋs die Stichstraße weiter 20 km bis nach Fuente Dè. Hier entspringt der Fluss Deva, der die Straße begleitet. Die Landschaft bis hier war eher ˋlieblichˋ. Eher Hügel und grün. Wir fahren zwar in die Höhe aber der Anstieg ist sanft. Potes ist auf 400 m Höhe, und Fuente Dè auf 1100m. Bissel frischer ist es. Und es ist voll schön, denn hier ist eine Felswand, die sich zur Straßenseite öffnet und unterhalb davon eine große, flache Wiese. Davor gibtˋs einen großen Parkplatz, auf dem wir noch Platz kriegen. Von hier aus kann man wandern gehen und die Seilbahn nehmen. Weswegen wohl die meisten herkommen. 11€ eine Strecke, 18€ Hin und rück. Dann gehtˋs mit der Gondel auf über 1900m und man ist in den Wolken. Die Sicht dürfte sich in Grenzen halten. Vom Tal her kommt Sonne aber über den Tag werden die Wolken oben um den Berg immer dichter. Wir machen natürlich einen Rundgang, Hotels gibt es und einen Campingplatz. Wir machen dann Mittag, nehmen die Picknickdecke und ziehen nah an die Felsen auf die Wiese. Kühe gibtˋs hier auch. Wir beobachten die Gondeln und die Wolken und die Berge… schön! Wir stehen hinten auf dem Parkplatz und beschließen bis zum Abend zu bleiben weil schön. Übernachten darf man hier nicht. Nachmittags dann mit Kaffee und Kuchen nochmal auf die Wiese. Jetzt sind auch schon mehr Menschen, die hier ein Mittagsschläfchen halten aber der Parkplatz ist schon leerer. Es ist bedeckter. Wir arbeiten noch was, essen Abendbrot und fahren dann die 23 km nach Potes zurück, wo wir uns auf den gleichen Parkplatz stellen. Die Innenstadt war wieder supervoll, der Parkplatz ist heute etwas leerer. Morgen vormittag werden wir uns diesen Ort hier endlich mal anschauen.

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa: Schiebetürausblick auf die Gipfel
Pause machen und Ausblick genießen

Nun gibt es in den Picos de Europa noch ein letztes großes Highlight für uns. Bis dahin machen wir hier und da noch Pause um auf besseres Wetter zu warten. Die Straße führt von Potes hinauf in die Wolken auf einen Pass mit 1599m Höhe. Die Aussicht ist null. Als wir diesen Pass aber überwunden haben, geht uns im wahrsten Sinn ein Licht auf. Denn zack, auf einmal ist die Sonne da und wir haben wieder die allerbeste Aussicht auf die Berge…

Wie es weitergeht, lest Ihr bald. Versprochen!

Mit dem Wohnmobil durch die Picos de Europa
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